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Merjem von Schmidt, Susanne, Kinderbücher, Kinderliteratur, Aus dem Leben, Zeitgeschehen

Merjem

Schmidt, Susanne

Rating Star

Erscheinungsjahr: 2016

Verlag: Jacoby Stuart

Empfohlen ab: 10 Jahre

ISBN: 9783946593058

Inhalt

Als der 12-jährige Linus vom Hausmeister seiner Schule dazu verdonnert wird, ein Graffiti zu übermalen, stößt er in der winterkalten Umkleide des Tennisplatzes auf Merjem, ein Mädchen aus seiner Klasse, das sich dort versteckt hat und sehr verschreckt wirkt. Gemeinsam mit seiner Klassenkameradin Dana findet er heraus, dass Merjems Eltern nach Albanien abgeschoben worden sind. Merjem selbst konnte sich der Abschiebung jedoch entziehen und wird nun von der Polizei gesucht. Linus und Dana beschließen, Merjem zu helfen und geraten dabei in gefährliche Situationen, vor allem, als sie den kriminellen Machenschaften des fiesen Hausmeisters auf die Spur kommen …

Bewertung

Als Frau Fischer der Klasse mitteilt, dass Merjem und ihre Familie nach Tropoja abgeschoben wurden, merkt Linus sofort, dass etwas nicht stimmt. Als er dann später Merjem im Umkleideraum findet, ist er sich sicher. Da jemand ihr helfen muss, gibt Merjem Linus Geld, damit er ihr ein Telefon und etwas zu essen kauft. Aber Linus gibt das Geld für ein Eis mit Dana aus. Letztendlich versucht er ihr doch noch zu helfen, indem er das Handy von seiner Mutter nimmt und jeden Tag ein Pausenbrot für sie mitbringt. Aber ewig kann sich Merjem ja nicht im Umkleideraum verstecken, daher beschliessen Dana, Linus und Merjem zu versuchen, Merjem wieder mit ihrer Familie zu vereinen. Aber da beginnt erst richtig das Chaos...

 

„Merjem“ wurde abwechselnd aus der Sicht von Linus, Dana und Merjem geschrieben. Susanne Schmidt hat in dem Buch versucht, möglichst gut das schwierige Leben der Flüchtlinge, die fremd in einem neuen Land sind, zu beschreiben. Daher ist es eine gute Geschichte, um mehr über das Thema zu lernen. Da die Autorin jedes einzelne Detail beschreibt, kann man sich sehr gut vorstellen, wie Merjem sich in dieser Situation gefühlt hat. Trotz der ganzen Hilfe fühlt sich Merjem sehr einsam und vermisst ihre Familie und Heimat.

Ich fand das Buch sehr interessant und verständlich deshalb gebe ich im 5 Sterne und hoffe, dass das Buch von vielen Menschen gelesen wird, um sich in die Flüchtlinge hineinzuversetzen und um sie besser verstehen zu können.

 

Airely Knochenhauer Avila (10) :: Kinder-und Jugendredaktion Buecherkinder.de

Themen: Aus dem Leben, Zeitgeschehen